Time-out für den
eigenen Fortschritt.
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Stationäre Einrichtung
der Suchthilfe.
Kleine Lebensgemeinschaft im Tessin,
die der Drogen - Suchthilfe und Krisenhilfe dient.
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Seit 1991 haben wir hier, in Sala Capriasca, im Tessin,
in der Schweiz,
eine kleine Lebensgemeinschaft, die der Suchthilfe und Krisenhilfe dient. Zehn km von Lugano entfernt leben wir
auf dem Lande in der Natur, mit Weitblick über das Tal.
Den Tag beginnen wir mit einer Stunde Yoga, mit Meditation
und Mantra. ( Das ist unsere Therapie. )
Am Nachmittag töpfern wir im Keramikatelier
an der Drehscheibe. Es ist eine freundschaftliche Gemeinschaft,
wo aber doch jeder seinen eigenen Raum hat.
Der Rhythmus des täglichen Yogaprogramm und der täglichen
kreativen Arbeit ermöglicht es Dir Deinen Geist zur Ruhe kommen
zu lassen, Dich selber neu zu erkennen und Deinem Leben
grössere Bewusstheit und Freiheit zu geben.
Vincenzo Altepost
Via Santa Liberata
CH 6954 Sala Capriasca
Tessin, Schweiz
Tel. 004191 943 49
74
091 943
49 74
v.altepost@bluewin.ch
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EINFÜHRUNG
Wir leben heute in einer faszinierenden Zeit. Alles ist in ständigem Wandel.
Ein noch nie dagewesener kultureller Austausch findet weltweit statt.
Ideologien, Glauben, Konzepte und Prinzipien desintegrieren sich .
Sicherheiten kann man heute aufgeben. Wir leben bestimmt in einer höchst
interessanten Epoche. Mir gefällt diese Zeit. Es ist aber auch eine
schwierige Welt geworden. Wir leben in einer harten Konsumgesellschaft. Der
materialistische Aberglaube dominiert. Innere geistige Kenntnisse und Werte
werden verschüttet und bleiben für viele Individuen ganz unbekannt. Die
Sehnsucht des Menschen nach Erfüllung verliert sich hauptsächlich in
Aeusserlichkeiten. Es ist daher eigentlich ganz logisch, dass wir heute so
viele
Menschen haben die zur Droge greifen, um inneren Frieden, Ruhe und Glück zu
"konsumieren". Eine Trennung zwischen materiellem Leben und geistigem Leben ist
absurd. Es gibt nur ein Leben. Es ist aber wichtig, dass die Aufmerksamkeit eines Menschen
nicht nur nach aussen oder nach innen gerichtet ist, sondern dass ein Gleichgewicht
besteht zwischen Innen und Aussen. Ein Ich das nur durch Aeusserlichkeiten aufgebaut ist
ohne die zentrale Erfahrung des eigenen Seins, kann nicht gesund leben. Meine Aufgabe ist
es dieses dynamische Gleichgewicht zwischen innen und aussen wieder herzustellen, so dass
diese Menschen wieder selbstständig in ihrer Entwicklung voranschreiten können.
Der "Input" aller Sinneswahrnemungen sollte gut und schön sein. Und wenn der
Geist wieder klarer und ruhiger funktioniert, muss ich animieren, stimulieren,
"Funken schlagen", sodass das innere Feuer wieder auflodern kann. Der Mensch muss wieder aus sich heraus leben und strahlen können. Er muss die Kraft und die
Schönheit seiner eigenen inneren Bewusstheit erfahren lernen, um von dieser zentralen
Haltung aus voll leben zu können. Wie schon gesagt, ist es meine Aufgabe funken zu
schlagen, damit sein inneres Feuer wieder auflodert. Die kulturelle Form die dieser
Prozess annimmt ist gleichgültig, sei es Musik, Gesang, Literatur, Yoga , Keramik oder
Kunst oder alles zusammen. Wichtig ist, dass das innere Leben wieder erwacht und führt.
Vom Haben zum Sein, das ist der Weg. Sicher werden Sie jetzt versuchen mich zu
klassifizieren. Ich halte von Ideologien und Prinzipien nicht viel. Ich bin kein Buddhist, Hinduist, Zoroaster, Jude, Christ oder Moslem. Ich gehöre
keiner Religion, Sekte oder politischen Partei an. Die verschiedenen Religionen sind für
mich verschiedene kulturelle Sprachen der gleichen Sehnsucht des Menschen. Da meine
Einstellung dem Leben gegenüber aber religiös ist, könnte ich auch sagen, dass ich
allen Religionen angehöre. Persönlich mache ich seit Jahren Yoga als geistige Disziplin.
Universalität und Toleranz sind wichtig für mich. Fanatismus, Ideologie und Intoleranz
machen mir Schwierigkeiten. Jeder Mensch sollte die göttliche Natur seines eigenen
Bewusstseins erfahren, sollte Glück Liebe und Frieden in seinem eigenen Herzen erleben.
Was für eine kulturelle Form er dieser Erfahrung dann gibt, ist für mich Nebensache. Die
Erfahrung ist das Wichtigste. Leider kann man Erfahrungen nicht übermitteln. Jeder muss
seine eigenen machen. Worte sind auch erst nützlich wenn das Verstehen schon da ist. So
kann ich auch nichts anderes tun, als die Rahmenbedingungen schaffen, damit das Leben sich
wieder in allen Bereichen entfalten kann.
Vincenzo Altepost
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WARUM MEDITATION
IN DER SUCHTHILFE NÜTZLICH IST.
Die erste Betrachtung ist die Einfachste. Meditation lässt
uns ganz natürlich einen Zustand tiefer Ruhe erfahren. Ein Mensch der Probleme hat, hat
sicher auch immer einen unruhigen Geist. Die Meditation gibt ihm die natürliche
medikamentenfreie Erfahrung tiefer Ruhe.
Wenn er morgens und abends meditiert, hat er
wenigstens zweimal täglich "Ferien" von seinem unruhigen Geist. Diese
natürliche Ruhe ermöglicht es ihm, Distanz gegenüber seinen Problemen zu gewinnen.
Die
Probleme wandeln sich in Aufgaben. Mit einem ruhigeren Geist ist man fähiger mit den
eigenen Emotionen umzugehen und man wird fähiger, seine Aufgaben in Angriff zu nehmen.
Die Qualität der Erfahrung des eigenen Lebens ist ganz stark beeinflusst und abhängig
vom jeweiligen Identifikationsmechanismus, den ein Mensch hat.
Die Identifikation eines
Menschen hängt von seinen Erfahrungen ab.
Ein Mensch tendiert, sich nach seinen
Erfahrungen zu identifizieren.
Jede Erfahrung hat drei Aspekte: Das Bewusstsein (auch
Zeuge oder Sein genannt), die Sinneswahrnehmung sowie das Objekt der Wahrnehmung. Der
wesentlichste Aspekt eines Menschen ist sein Bewusstsein. Ein Mensch, der Probleme hat
verliert sich aber leider in rein äusserlichen Dingen, er verliert sich in der Welt
seiner Wahrnehmungen. Identifiziert in Aeusserlichkeiten, verliert er sein
Selbstbewusstsein. Er entfremdet sich seiner selbst. Die Welt wird als feindlich empfunden
und das Leben wird für den Betroffenen zum Kampf. Die tägliche Meditation ist nicht eine
intellektuelle Übung, sondern die Erfahrung der Ruhe und Stille des eigenen reinen
Bewusstseins.
Der Identifikationsmechanismus normalisiert sich, die Ebene des Bewusstseins
kommt wieder in den Vordergrund. Die Meditation fördert auf ganz natürliche Weise eine
Entwicklung vom Haben zum Sein.
Dies gibt eine ganz neue Erfahrung, sich selber zu
erleben, daraus erfolgt eine wachsende Selbstsicherheit. Die eigene Adresse ist gefunden.
Man lernt durch Erfahrung, dass Liebe und Glück im eigenen inneren Raum begründet sind.
Diese innere Adresse kann einem niemand mehr nehmen. Wann immer wir in Schwierigkeiten
geraten, haben wir die Methode, den Ausgangspunkt, unser Leben wieder ins Gleichgewicht zu
bringen. Die Meditation kann man auch als eine einfache Methode mentaler Hygiene
betrachten.
Die tägliche Meditation hilft uns über die Jahre unsere tiefverwurzelten
Abhängigkeiten aufzulösen. Mit den Jahren können wir feststellen, dass wir auf allen
Bereichen unserer Persönlichkeit kleine aber wesentliche Fortschritte machen, die es uns
ermöglichen unser Leben mit grösserer Ausgeglichenheit und Freude zu erfahren. Bis heute
gehörte die Meditation zu den religiösen Praktiken aller Kulturen. Heute, wo die
Menschheit weniger an Religion interessiert ist, sollte man aber erkennen, dass die Praxis
der Meditation unabhängig von jeglicher ideologisch - religiöser Richtung eine grosse
Nützlichkeit hat für die mentale Hygiene und die eigene Bewusstseinsentwicklung.
Über
dieses Thema kann man Bücher schreiben, als kurze Zusammenfassung kann das genügen.
Grundgedanke
Audio Mp3
Erlaube deinem Geist, nach innen zu gehen,
immer wieder,
um seine eigene innere Stille zu erfahren.
Wenn du das tust, leuchtet das göttliche Licht auf,
das du als das Licht
deines eigenen Herzens wahrnimmst.

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Wie
ist die Situation meiner Gäste der letzten 20 Jahre zu beurteilen, heute im
Juni 2009.
Gäste mit einem Aufenthalt
zwischen 6 bis 12 Monate:
Von den 22 Menschen die in diesem Haus zwischen 6 und 12 Monate
gewohnt haben um ihre Abhängigkeit von Heroin, Alkohol, Kokain, Gewalt, usw.
zu überwinden:
Fünfzehn Menschen haben ihre Abhängigkeit überwunden, und leben heute sauber
und frei.
Fünf Menschen sind immer noch mit den gleichen Problemen konfrontiert.
Zwei Menschen sind gestorben ohne ihre Abhängigkeit überwunden zu haben.
68% waren erfolgreich in ihrem Bestreben der Suchtfreiheit.
32% haben das Ziel der Suchtfreiheit noch nicht erreicht.
Gäste mit einem Aufenthalt zwischen
eins bis sechs Monate:
Von den acht Menschen die in diesem Haus zwischen ein bis sechs
Monate gewohnt haben um ihre Abhängigkeit zu überwinden:
Drei Menschen haben ihre Abhängigkeit überwunden und leben heute sauber und
frei.
Drei Menschen könnte man als erfolgreich beurteilen, wäre da nicht noch eine
große Unsicherheit.
Zwei Menschen haben das Ziel der Suchtfreiheit noch nicht erreicht.
37,5% waren erfolgreich in ihrem Bestreben der Suchtfreiheit.
37,5% sind tendenziell erfolgreich aber noch unsicher.
25% haben das Ziel der Suchtfreiheit noch nicht erreicht.
Bei den über 20 Menschen die nur für wenige Wochen in diesem Hause waren
habe ich keine Situationsanalyse gemacht.
Welche Möglichkeiten stehen Dir zur Auswahl:
Ich habe Dir hier verschiedene Vorschläge:
Erste Möglichkeit:
Einen Aufenthalt von einer Dauer zwischen eins bis sechs bis
zwölf Monate.
Taggeld : Fr. 230.-
Zweite
Möglichkeit:
Einen
Selbsthilfekurs bestehend aus 24 Audio CD mit dem Titel:
" Erkenne deine grundlegende Gutheit"
In den vergangenen Jahren ist es verschiedene Male vorgekommen, dass ich
Anfragen bekommen habe von Menschen die keine Möglichkeit hatten in diese
stationäre Einrichtung einzutreten. Zum Beispiel: ein Bauunternehmer, ein
Arzt, ein Bauer mit Bauernhof. Darauf habe ich einen Selbsthilfekurs
zusammen gestellt unter dem Titel: "Erkenne deine grundlegende Gutheit".
Dieser Kurs besteht aus 24 Audio CD. Jede CD enthält, Betrachtungen, mentale
Übungen, ein Mantragesang und eine Meditation. Jede CD hat eine Dauer von
ungefähr 45 Minuten. Diesen Selbsthilfekurs empfehle ich Menschen die eine
große Motivation haben und zur Selbstdisziplin fähig sind. Der Preis der 24
CD beträgt 150 € oder 240 Fr. Die Postspesen sind inbegriffen. Es besteht
auch die Möglichkeit die CD einzel zu bestellen für 10 € oder 15 Fr.
Die Postspesen sind inbegriffen.
Erfahrungsbericht über den Selbsthilfekurs auf CD
an einem Satsang mit Pyar 2007 zum Thema: Gelebte Weisheit.
(Von Minute 3.30 bis Minute 9.10)
Dritte Möglichkeit:
Einen Intensivkurs mit zwei Wochen Aufenthalt.
Ich habe sehr schöne und ergreifende Erfahrungen gemacht mit dem
persönlichen Intensivkurs hier im Haus der auf der Struktur der 24 CD
aufgebaut ist und der auch viele persönliche Gespräche, Gesang und
Meditation beinhaltet.
Dieser Kurs ist von großer Schönheit und die Erfolge sind erstaunlich.
Der Kurs ist sehr beliebt. Für alle Menschen die nicht die Möglichkeit haben
in diese stationäre Einrichtung der Suchthilfe für eine längere Zeit
einzutreten ist dies die ideale Lösung. Am Ende dieses kurzen Aufenthaltes
geht jemand mit Enthusiasmus nach Hause um die gelernten Übungen des 24 CD
Kurses "Erkenne deine grundlegende Gutheit"
selbstständig weiter zu mache.
Danach kann er immer mit mir in Kontakt bleiben und seine Erfahrungen
überprüfen.
Taggeld : Fr. 230.- CD Kurs inbegriffen.
Weiter
Was ich
erreichen möchte:
dass Du die Möglichkeit hast, die Schönheit, Grösse und Kraft Deiner
eigenen Natur zu erkennen. Ich möchte erreichen dass es Dir möglich wird,
Dich mit Deinem eigenen Sein zu identifizieren. Ich wünsche Dir dass Du
lernst, Dich an Deinem eigenen Bewusstsein zu berauschen.
Grundgedanke. Audio
Mp3
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DIE BEWOHNER:
Üblicherweise habe ich zwei bis drei Gäste, doch da sich verschiedene Ex-Gäste in der Nähe angesiedelt haben und regelmässig zu Besuch kommen, haben wir
fast immer einen regen Verkehr.
DIE AKTIVITÄT:
Die Arbeit an der Drehscheibe mit der Tonerde erfordert Konzentration, Koordination,
Aufmerksamkeit, Wille, Ausdauer, Ästhetik und Kreativität. Mit einem persönlichen
Einsatz hat man auch gute Resultate und Befriedigung. Geschenkt wird einem nichts. Diese
Arbeit hat schon jedem gut getan.
MEDITATION:
Die Meditation, die ich persönlich unterrichte und führe hat eine gute therapeutische
Wirkung. Ich lege aber Wert darauf hervorzuheben, dass ich völlig unabhängig von
jeglicher Meditationsschule oder Organisation bleibe. Die Meditationsübungen halte ich
kürzer als normal, damit die Stresslösungen nicht zu intensiv werden.
YOGA MANTRA SINGEN:
Seit einigen Jahren benutze ich auch das tägliche Mantra-Singen aus der Yogatradition.
Diese Übung hat sich als hervorragend erwiesen. Viele Emotionen können so fliessen und sich lösen, der Geist wird ruhiger.
Fast alle
Gäste, die ich in diesen Jahren hatte, haben dieses Mantra-Singen immer sehr geliebt. Es
hat sich bei mir erwiesen, dass ein Tag der mit Singen angefangen hat, viel besser
abläuft.

GEMEINSAMES LESEN
Geistestraining für den Umgang mit den eigenen Gefühlen.
Tieferes Wissen um die eigene Identität. Viele
grossartige Menschen haben uns in Büchern ihre wertvollen und lebensnahen
Erfahrungen mitgeteilt. Beim gemeinsamen Lesen können auch wir direkt
erfahren, wie sich unser Befinden dabei positiv verändert.
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EINE
EINFÜHRUNG
FÜR ALLE GÄSTE
FÜR DAS GUTE ZUSAMMENLEBEN IN DIESEM HAUSE.
Als Gast bist Du herzlich willkommen.
Für das gute Zusammenleben einer kurzen oder
langen Zeit ist es wichtig, dass Du über einige Grundgedanken informiert bist. Es handelt
sich dabei eigentlich um ganz normale und einfache Richtlinien des Zusammenlebens. Dieses
Haus ist kein Hotel, Jugendherberge, Heim oder Ferienclub. Es ist ein Privathaus das der
Bewusstseinsentwicklung und der Suchthilfe dient. Im idealsten Falle ist es ein kleines
Ashram. In diesem Hause leben wir zusammen. Für ein gutes Zusammenleben ist es wichtig,
dass Du Dich am Tagesablauf beteiligst. Wir stehen am früheren Morgen auf. Da das Haus der Bewusstseinsentwicklung dient, haben wir jeden Morgen ein Yoga-Programm.
Wir kochen zusammen, wir essen zusammen und halten das Haus zusammen sauber. Am Nachmittag
arbeiten wir im Keramikatelier oder im Garten. Anfangs werden wir jeden Tag zusammen
bestimmen was Deine Aufgabe ist. Da das Haus der Suchthilfe dient, sind keine harten aber
auch keine leichten Drogen geduldet. Auch kein Alkohol. Nur auf der Küche kann geraucht
werden. Beim Musik hören regle bitte die Lautstärke so, dass die anderen Mitbewohner
auch noch Musik hören können. Bitte benutze Deine Musik nicht als Psychoterror. Liebst
Du es laut, so benutze dazu bitte die Kopfhörer. Beschlagnahme den TV abends bitte nicht
nur für Dich alleine. Das Telefon ist normalerweise gesperrt, doch kannst Du telefonieren
solange Du die Gespräche kurz hältst. Hast Du Telefongespräche, die länger als 5
Minuten dauern, so bitte ich Dich, sie selber zu bezahlen. Es ist auch wichtig, dass Dein
Zimmer ordentlich und schön ist. Dafür musst Du sorgen, sonst leidet die
Gesamtatmosphäre des Hauses. Ein schönes Zimmer ist auch für Dich wichtig. Es ist
wichtig, dass die Energie des Hauses stark und gut ist. Beteiligst Du Dich mit ganzem
Einsatz, so haben wir das erreicht. Respektiere das Haus in seiner Funktion. Sei Dir
bewusst, dass die Zeit die Du hier verbringst wichtig und wertvoll ist. Verliere bitte
nicht Deine Zeit sondern nutze sie voll aus. Solltest Du Dich durch diese Richtlinien in
Deiner Freiheit eingeengt oder unwohl fühlen, so sollst Du Dir keine Gewalt antun und
eine andere Wohnmöglichkeit finden. Ich hoffe, dass Du diese Richtlinien des
Zusammenlebens verstehen und akzeptieren kannst und heisse Dich mit Liebe und Respekt
willkommen. Ich wünsche Dir eine gute, schöne, segensreiche, friedliche, erholsame,
kreative und aufbauende Zeit in diesem Haus.
Lass es Dir gut ergehen.

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GESCHICHTE
Ich möchte Ihnen noch kurz schildern, wie ich zu dieser Arbeit gekommen bin.
Normalerweise gelangt man zu solch einer Aktivität über einen sozialen Beruf, über eine
soziale Ausbildung. In meinem Falle ist das ganz anders gelaufen. Seit nunmehr 40 Jahren
interessiere ich mich für Meditation und Yoga.
Schon als 13 - jähriger Bube ging ich in
eine Yoga-Schule.
Dieses Interesse blieb immer lebendig bis heute. Einige Schulen und
Meister habe ich kennengelernt in dieser Zeit.
1971 kam mir erstmals der Gedanke, dass Meditation in der Suchthilfe
nützlich sein könnte. 1978 besuchte ich den kantonalen Regierungsrat Benito
Bernasconi, damaliger Chef des Sozialdepartements im Kanton Tessin, um ihm
meine Überlegungen nahezubringen. Ich übergab ihm auch eine kurze
Dokumentation über die therapeutische Wirkung der Meditation bei Alkohol-
und Drogenmissbrauch. Darauf veranlasste er die Psychiatrische Klinik von
Mendrisio ihm einen Bericht über dieses Thema zu schreiben.
Ich hielt darauf
einen Vortrag an der Aerzteversammlung der Psych. Klinik. Zusammen mit dem
verantwortlichen Direktor der Rehabilitationsstelle der
Invalidenversicherung organisierte ich einen Vortrag für alle Fachleute des
Sozialwesens im Kanton Tessin.
Ich organisierte auch zwei Vorträge im
Kantonalen Gefängnis
"La Stampa" über dieses Thema. Einen Vortrag für das
Personal und einen Vortrag für die Insassen. Diese Vorträge gaben keine
sofortigen Resultate, aber heute hält der jetzige Direktor regelmässig
Meditationskurse im Gefängnis ab. Der damalige Sozialarbeiter des
Gefängnisses, Giacinto Colombo, vertraute mir darauf ein junges Paar mit
Suchtproblemen an. Sie blieben drei Monate bei mir, worauf ich sie aus den
Augen verlor. Danach stellte ich eine sehr umfangreiche Dokumentation
zusammen, die ich der Kantonalen Drogenkommission zur Verfügung stellte.
1979 schrieb ich einen Artikel in die Zeitung "Politica Nuova" über das
Thema "Meditation und Drogenrehabilitation".
Darauf reagierte die
Sozialarbeiterin Luisa Caslini, Mitglied der damaligen Kant.
Drogenkommission. Frau Caslini brachte mir eine junge Frau mit grossen
Heroinproblemen. Frau Caslini sagte mir:
"Genug der Theorie, jetzt kommt die
Praxis!" Diese junge Frau blieb sechs Monate in meiner Betreuung. Dies war
mein Einstieg in die Suchthilfe. Darauf kamen spontan junge Menschen zu mir
mit der Bitte, Ihnen zu helfen.
Von 1981 bis 1990 nahm diese Aktivität bei
mir keine festen Strukturen an. Es war eine unentgeltliche
Nebenbeschäftigung. 1991 hat mich das Jugendgericht Bern angefragt, einen
jungen Mann aufzunehmen.
Seither wurde diese Arbeit zu meinem Beruf. Danach
hatte ich ununterbrochen ein bis drei Gäste. Was ich in diesem Bereich
gelernt habe, nahm ich aus der Erfahrung dieser Jahre. Einigen Menschen
verhalf ich so zur vollständigen Suchtfreiheit und sozialen Eingliederung,
bei anderen gelang es mir nur teilweise und wieder andere landeten erneut
auf der Gasse. Mit meiner heutigen Erfahrung glaube ich nicht, dass man
Meditation allgemein in allen Therapiestellen einführen kann.
Dazu braucht
es jemand, der eigene langjährige Erfahrung damit hat. Auch muss er an den
Menschen interessiert sein und nicht nur an seiner Technik. Was ich hingegen
jeder Therapiegemeinschaft herzlich empfehlen könnte, ist das tägliche
Singen, insbesondere das Mantra-Singen. Singen ist etwas so Einfaches, aber
absolut Geniales in seiner Auswirkung. Jeder Mensch lernt so seine Gefühle
fliessen zu lassen.
Für das Herz hat es eine wohltuende und heilende
Wirkung.
Ein Tag, der mit Singen angefangen hat, ist ein besserer Tag!
Heute haben wir die Anerkennung vom Sozialdepartement
des Kanton Tessin
als Stationäre Einrichtung der Suchthilfe.
Durch das Fehlen einer
externen Trägerschaft mit der Trennung der betrieblichen, fachspezifischen
und externen Aufsichtsstrukturen wurden wir in
der Datenbank KOSTE nicht aufgenommen.

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LEBENSLAUF
Ich bin am 22.
September 1944 in Zürich geboren. Mein Vater war Inhaber einer Textildruckerei; meine
Mutter war die Künstlerin Cornelia Forster. Nach der Primarschule in Zürich besuchte ich
in Lugano vier Jahre die Sekundarschule und anschliessend das Technikum, wo ich das
Zeichnerdiplom erwarb. Ich spreche Deutsch, Italienisch und Französisch und schreibe
Italienisch und Deutsch. Mein Englisch ist gerade ausreichend, um alles verstehen und lesen zu
können. Ich habe zwei Töchter und einen Sohn im Alter von 30, 32 und 33 Jahren. Alle drei
haben ihre Ausbildung abgeschlossen und stehen auf eigenen Füssen. Es sind wertvolle,
liebenswerte Menschen. Durch mein Leben ziehen sich vier Konstanten:
Kunst und Keramik - Pädagogisches und soziales Engagement.

Keramik:
Mein wichtigster Lehrer war meine Mutter, die Künstlerin Cornelia Forster. Sie hat
mich grundlegend geprägt, weniger in technischer Hinsicht als durch ihre Kunstauffassung
und die Freiheit ihres Schaffens. Später besuchte ich Keramikkurse, bei
Petra Weiss für
Grundkentnisse, bei David Leach für Dekoration, bei Jean Claude de Crusaz für Dekoration
und bei John Colbeck für die Chemie der Glasur. Von 1980 bis 1984 besass ich ein
Keramik-Atelier mit Ausstellungsraum an der Via Cattedrale in Lugano. Danach zog ich nach
Sala Capriasca und richtete dort mein jetziges Atelier ein. Ich gehöre der Società
cooperativa per l'artigianato ticinese an (Genossenschaft für das Tessiner Handwerk). Ich
bin freischaffender Keramikkünstler. Ich verwende vor allem die Grès-Technik bei 1280
Grad (Brand durch Oxydation oder Reduktion). Sporadisch habe ich auch bei tiefen
Temperaturen und mit der Raku-Technik gearbeitet.
http://www.adhikara.com/vincenzo_altepost/ceramica.html
Lehrtätigkeit:
Von 1979 bis 1980 lehrte ich Keramik an der Steiner-Schule in Lugano und erteilte
praktischen Töpferunterricht an der Drehscheibe. (Am Rande auch Anleitung zum Metallguss in cera persa und zur Herstellung
wiederverwendbarer Negativ-Gipsformen) Von 1991 bis 1992 lehrte ich Keramik an der Amerikanischen Schule in Montagnola und
erteilte praktischen Töpferunterricht an der Drehscheibe. (Am Rande auch Kurse für
Zeichnen, Relief und Modellieren). Für die Pro Juventute, die Neuropsychiatrische Klinik
des Kantons Tessin und das Atelier 102 hielt ich kürzere Töpferkurse ab. Asserdem habe
ich sehr viele private Keramik- und Töpferkurse erteilt. Einige meiner Schüler haben die
Keramik als Beruf gewählt.
Ausstellungen:
Ich habe Werke folgender Künstler ausgestellt: Afro / Altepost Marisa - Sibilla -
Vincenzo / Horst Antes / Azuma / Otto Meier Amden / Jean Arp / Ernst Barlach / M. Barault
/ Max Beckmann / Eduard Bargheer / Rudolf Belling / Max Bill / Butler / Julius Bissier /
Erich Brauer / Massimo Campigli / E. Carmi / Capogrossi / Thom O' Connor / Heinrich
Campendonk / Eduardo Chillida / Giorgio de Chirico / Ugo Cleis / Le Corbusier / Helen Dahm
/ Salvator Dalí / Otto Dix / Dorazio / Duncan / Josef Ebnöther / Cornelia Forster /
Ernst Fuchs / Annemie Fontana / Alberto Giacometti / Guido Gonzato / Hans und Lea Grundig
/ Renato Guttuso / Grieshaber / Erich Heckel / Barbara Hepworth / David Hockney / Vera
Haller / Ellen Hove / Hrdlicka / Huf / Itten / Hors Janssen / Ernst Ludwig Kirchner /
Janos Kossak / Käthe Kollwitz / Oscar Kokoschka / Tom Krens / Jean Lurçat / Leblanc /
Leuppi / Alberto Magnelli / Giacomo Manzù / Marino Marini / Sonja Markus Salati /
Friedrich Meckseper / Giovanni Molteni / Henry Moore / Dina Moretti / Otto Müller /
Mumprecht / Nebel / Maria Pospislova / Serge Poliakoff / Mara Poretti / Peter Proksch /
Hans Purrmann / Mario Radice / Emilio Rissone / Giovanni Rogalla / Madja Ruperti / Schmidt
Rottluff / Rowe / Aligi Sassu / Schürch / Sonderborg / Sapone / Alex Sadkofski / Severini
/ Norbert Steffeck / Stephan Spicher / Graham Sutherland / Trimmer / Evylin van der Wielen
/ Peppino Wieternick / Fritz Winter / Walter Kurt Wiemken / Christopher Wood / Désirée
Wiprächtiger / Paul Wunderlich / Ossip Zadkine
Ausserdem habe ich Ausstellungen über Keramik, Teppiche, Marionetten, Archäologie,
Photobände und Plakate organisiert. Diese Ausstellungen habe ich in den folgenden
Galerien organisiert: Kunstgalerie "Il Claustro", Porza, drei Jahre
selbständig. Kunstgalerie "Serfontana", Morbio, ein Jahr freie Mitarbeit,
gemeinsam mit Prof. Dr. Giuseppe Curonici. Kunstgalerie und Keramikatelier "il
Tornio", Lugano, vier Jahre selbständig. Kunstgalerie "Adhikara",
Tesserete, ein Jahr selbständig. Am Rande habe ich an verschiedenen Ausstellungen in
Italien und in der Schweiz mitgearbeitet, insbesondere an einer Ausstellung im Kunsthaus
Zürich. Ich habe auch einige Kunstblätter herausgegeben und an verschiedenen
Kunstbänden mitgewirkt. Mein Werk hat in der Öffentlichkeit breite Anerkennung gefunden:
zahlreiche Radio- und Fernsehsendungen und über 200 Zeitungsartikel haben sich damit
befasst. Heute habe ich eine Internet Kunstseite: www.adhikara.com
Soziales Engagement:
Ich habe verschiedene Fachvorträge zur Prävention von Suchtverhalten, über soziale
Randgruppen und die Wiedereingliederung von Drogenabhängigen organisiert. Ich war aktives
Mitglied verschiedener sozialer Vereine. Wärend 15 Jahren war ich Präsident des
Trägervereins des Instituts "San Nicolao" in Roveredo Capriasca, das
körperlich und geistig Behinderte betreut. Das Institut ist von der Eidgenössischen
Invalidenversicherung anerkannt, und in der kantonalen Planung. Sozialarbeiter und
Jugendgerichte vertrauen mir Jugendliche an, die von Drogen loskommen wollen und ein
halbes oder ein ganzes Jahr bei mir wohnen. Die ersten, anfangs noch sporadischen
Erfahrungen habe ich 1981 gesammelt, seit 1991 betreue ich ununterbrochen junge
Drogensüchtige. Sie wohnen bei mir, ich unterrichte sie in Töpfern und Keramik. Es ist
eine sehr schöne, bereichernde Erfahrung, mitzuerleben, wie ein junger Mensch inneren
Frieden, Lebensfreude und Selbstsicherheit wiederfindet und neues Vertrauen in seine
inneren Werte gewinnt.
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REFERENZEN
Die Anerkennung vom Sozialdepartement des Kanton Tessin
als Stationäre Einrichtung der Suchthilfe.
Kantonale Beobachtungsstation, Bern Bolligen
Kantonales Jugendheim Aarburg
Jugendamt Bern
Jugendgericht Oberland Spiez
Jugendgericht Bern Stadt
Jugendanwalt des Kantons Schwyz Kreis 3
Untersuchungsamt Uznach
Jugendanwaltschaft St. Gallen und Altstätten
Sozialdienste Spiez
Cass des Grottes, Genève
Sozialzentrum Ausstellungsstrasse, Zürich
Sozialamt von Luzern
Gassenarbeit von Luzern
Drogenberatungsstelle von Schaffhausen
Drogenberatungsstelle von Winterthur
Fürsorgebehörden von Weisslingen
Jugendfürsorge von Basel
Sozialamt von Gränichen
Sozialamt von Root
Sozialamt von Buchrain
Sozialamt von Emmenbrücke
Sozialamt von Unterägeri
Sozialamt von Zug
Sozialamt von Zürich
Sozialamt von Dietikon
Dr Gualtiero Storni, Tesserete
Dr. Med. Renzo Grasdorf, psichiatra,
Cureglia
Dr. Romeo
Lucioni, psichiatra,
Tradate, Varese
Durch das Fehlen einer
externen Trägerschaft mit der Trennung der betrieblichen, fachspezifischen
und externen Aufsichtsstrukturen wurden wir in
der Datenbank KOSTE nicht
aufgenommen.
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ALLGEMEINE
BEDINGUNGEN
UND INFORMATIONEN
Das Taggeld ist auf
ende Monat zu bezahlen. Bei vorübergehender Abwesenheit ( Wegbleiben,
Urlaub, usw. ) gibt es keine Taggeldrückerstattung. Der Austritt ist
Vincenzo Altepost 15 Tage im voraus anzukündigen. Bei Nichteinhalten dieser
Verpflichtung wird das Taggeld für weitere 15 Tage nach dem letzten
Aufenthaltstag verrechnet. Krankenversicherung, Unfallversicherung und
Privathaftpflichtversicherung müssen gemacht sein. Bitte nicht vergessen !
Photokopie bitte beilegen. Vincenzo Altepost muss über den
Gesundheitszustand informiert sein. Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur
Verfügung.
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KOSTENGUTSPRACHE
Taggeld : Fr. 230.-
Taschengeld : Fr. 160.- im Monat.
Italienisch Sprachkurs : nach Absprache
Mögliche Nebenkosten die dazu kommen könnten :
Schuhe - Kleider -
Drogenscreening - Medikamente -
½ Tax SBB Bahnabonnement - Bahnbillette
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Dokumentation
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